Hamburg wird trotz der Entwicklung immer größerer Schiffe seine Bedeutung als Container-Zentrum behalten. Nach Informationen von NDR 90,3 gehen Fachleute des Germanischen Lloyd davon aus, dass riesige Frachtschiffe, die den Hafen wegen der geringen Elbtiefe nicht anlaufen können, die Ausnahme bleiben. Im August soll beispielsweise der erste dänische Riesen-Frachter vom Stapel laufen. Damit - so die Experten - sei aber das Ende des Größenwachstums erreicht. Wie NDR 90,3 weiter berichtet, sprengt der neue Frachter der dänischen Maersk-Reederei alle bekannten Dimensionen: 400 Meter lang, gut 50 Meter breit und mit einer vermutlichen Tragkraft von 13.000 Containern. Offizielle Informationen gibt es nicht, die größte Reederei der Welt hält Details über den Bau des größten Containerfrachters der Welt strikt geheim.
Mit einem errechneten Tiefgang von mindestens 15 Metern könnte dieses Schiff Hamburg wahrscheinlich nicht mehr anlaufen, da die Elbe bald maximal auf lediglich 14,5 Meter ausgebaggert werden soll. Aber das reiche auch aus, so der Ingenieur Lutz Müller vom Germanischen Lloyd, denn die Riesen seien eine Ausnahme. Für alle anderen Frachter ist Hamburgs Hafen mit seinen Container-Terminals dem Bericht zufolge bestens gerüstet. Und einige Be- und Entladebrücken seien sogar schon auf die neuen, überbreiten Schiffsriesen vorbereitet.
Quelle: http://www1.ndr.de/wirtschaft/unternehmen/ws14.html